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C1 - Rückblick auf die Hinrunde

C1 der JSG erreicht Platz 6 in der Bezirksliga und das Kreispokalfinale

 

Viele neue Gesichter hatte die C1 der JSG (gemeldet unter TSV Weißtal) zur Saison 2011/2012 zu bieten, denn mit Kevin Krumm, Kevin Judt, Dennis Pfeifer und Marcel Fritz blieben nur vier Spieler aus dem letztjährigen Kader erhalten. Neben einigen Jungs aus der D-Jugend und der C3 waren somit auch wieder etliche Neuzugänge von Betreuer Frank Kruppa auf den Henneberg gelotst worden, um das Saisonziel „Klassenerhalt  in der Bezirksliga“ auch in diesem Jahr zu bewerkstelligen.

 

Neue Gesichter auch auf der Kommandobrücke: Neben dem von der C-Jugend nicht mehr wegzudenkenden Frank Kruppa nahmen im Sommer Stefan Stark (Trainer)  und Andre Kringe (Co-Trainer) ihre Arbeit auf, wenngleich letztgenannter aufgrund eines Wohnort- und Arbeitsplatzwechsels nach Düsseldorf leider im November wieder ausscheiden musste.

Das erste Pflichtspiel der Saison stieg am 10. September auf der Gosenbacher Alm, wo der TSV auf Gastgeber SV Gosenbach traf und die erste Pokalhürde locker mit 9:0 überwand. Eine Woche später gastierte dann der SC Listernohl-Windhausen-Lichtringhausen in der Henneberg-Arena und wie in der Vorsaison sollte es zum Meisterschaftsbeginn eine 0:1-Heimniederlage geben. Diese allerdings kam doch sehr unglücklich zustande, der TSV war die klar spielbestimmende Mannschaft, vergab eine Handvoll ordentlicher Möglichkeiten, einen Foulelfmeter (Kevin Judt), wurde beim vermeintlichen Führungstreffer  von Turhan Karabina überraschenderweise von Schiedsrichter Weller zurückgepfiffen (Abseits) und kassierte das 0:1 mit der einzigen wirklichen Torchance der Gäste durch Rafael Löb, der aus deutlicher Abseitsposition auf das von Christian Thomas gehütete Tor laufen konnte und abschloss.

Immerhin stand die neuformierte und auf Viererkette umgestellte Defensive sehr gut, was sich dann auch beim ersten Auswärtsspiel in Plettenberg  in Zählbarem ausdrücken sollte: Der SC Plettenberg wurde auf dem Sportplatz Elsewiese mit 4:0 vom Platz gefegt. Kevin Judt, Julius Spork und Turhan Karabina (Foulelfmeter) machten bereits zur Halbzeitpause alles klar, Yannick Treude legte im zweiten Durchgang noch das 4:0 nach.

Vor dem nächsten Heimspiel stand dann Runde 2 des Kreispokals an, in der der Siegener SC mit einem 8:0 (6:0) wieder ins heimische Charlottental geschickt wurde. Am nächsten Samstag gastierte der mit vier Punkten gestartete TuS Sundern im Siegerland. Es blieb bei den vier Punkten, denn der TSV schoss einen überzeugenden 4:0-Heimsieg heraus. Yannick Treude (2), Kevin Judt und Nico Hermann konnten den starken Gästekeeper „Pino“ Forciniti überwinden, nur einmal vor der Pause musste die C1 um den Sieg bangen, doch auch TSV-Keeper Christian Thomas bewies sein ganzes Können und entschärfte den Einschussversuch von Jan Padberg.

Auch im zweiten Auswärtsspiel am 8. Oktober beim Hasper SV blieben Weißtaler Jungs ungeschlagen, mussten allerdings in der dreiminütigen Nachspielzeit noch das 2:2 der Gastgeber hinnehmen. Warum die Nachspielzeit so lange ausfiel, wird wohl das Geheimnis von Referee Shahin Araghi Nejad Motlagh bleiben, ebenso, warum er Niklas Glinka kurz vor dem Halbzeit vom Platz stellte, der zwar tatsächlich den Ball mit der Hand spielte, allerdings hinter der Torlinie. Ausgleich für Haspe (Kevin Judt hatte den TSV in Führung gebracht) – und gut wär`s gewesen. So gab´s Elfmeter, der zum Ausgleich verwandelt wurde und knallrot für unseren Innenverteidiger. Über eine Halbzeit in Unterzahl – trotzdem ließen wir kaum gefährliche Aktionen des gut aufspielenden HSV zu und kamen drei Minuten vor dem Ende gar zum vermeintlichen Siegtor. Kevin Judt traf mit einem herrlichen Freistoß aus fast 30 Metern. Doch die Nachspielzeit sollte ja noch kommen…. Korrekterweise muss man aber auch den Gastgebern attestieren, dass dieser Punkt aus ihrer Sicht völlig in Ordnung ging.

Auswärtssieg Nummer 2 sollte aber dann bereits eine Woche später eingefahren werden, beim TuS Plettenberg stand am Ende ein 4:2-Erfolg und Tabellenplatz 2! Ganz so deutlich wie das Ergebnis war der Spielverlauf allerdings nicht, denn im ersten Durchgang hätten die Plettenberger durchaus ebenfalls zur Torerfolgen kommen können, die Schussstiefel hatten aber Dennis Pfeifer (17.) und Julius Spork (28.) eindeutig besser geschnürt. Als Kevin Judt sechs Minuten nach Wiederanpfiff einen Freistoß versenkte, schien „die Wurst über den Zaun“, doch der  TuS gab sich nicht auf und kam durch Daniel Athens zum mehr als verdienten Anschlusstor.  Die stark ersatzgeschwächten Weißtaler konnten diesmal nicht an die Leistungen der Vorwochen anknüpfen, erzielten aber durch den zweiten Treffer von Julius Spork in der Nachspielzeit das erlösende 4:1, sodass das Kopfballtor von Andreas Karzis nur noch Ergebniskosmetik darstellte und den Weißtaler Vormarsch in Richtung Tabellenspitze nicht gefährdete.

Vier Tage später stand das Viertelfinale des Kreispokals an, mit Fortuna Freudenberg erwartete uns der bislang stärkste Pokalgegner in der Wending. Und im ersten Durchgang hatte die C1 trotz der 2:0-Halbzeitführung (Tore: Julius Spork und ein Eigentor der Gastgeber) ihre Probleme, kam nur selten gefährlich vor dem Fortunen-Tor auf und hatte Glück, dass die Gastgeber ihre zwei guten Möglichkeiten nicht nutzen konnten. Nach dem Pausentee wurde die Partie dann zu einer klaren Angelegenheit, auch weil die Weißtaler nun viel engagierter und zielstrebiger zu Werke gingen. Nico Hermann, Dennis Pfeifer und Kevin Judt sorgten für den am Ende standesgemäßen 5:0-Sieg und den Halbfinaleinzug.

Eine extrem starke erste Halbzeit reichte am 22. Oktober, um den FSV Werdohl mit 6:1 (3:0) nach Hause zu schicken. Turhan Karabina (2) und Dennis Pfeifer legten vor der Pause den Grundstein, im Gefühl des sicheren Sieges ließ die Mannschaft nach der Halbzeit allerdings alle Souveränität vermissen, mussten den 1:3-Anschlusstreffer hinnehmen (Abdullah Demir 41.) und hatte eine Minute später Glück, das ein Fernschuss nur knapp am Pfosten vorbei ging. Diese zwei Situationen waren allerdings ein Weckruf, Julius Spork (2) und Kevin Judt machten den Kantersieg perfekt und zementierten damit auch Tabellenplatz 2 hinter dem souveränen Spitzenreiter SC Neheim.

Der 8:0-Auswärtserfolg bei Tabellenschlusslicht SuS Langscheid/Enkhausen war zwar nicht wirklich schön herausgespielt, trotzdem waren die Weißtaler Jungs in Torschusslaune. Erst nach 26 Minuten brachte Kevin Judt seine Farben per Fernschuss in Front, Nico Hermann baute zwei Minuten vor der Halbzeit die Führung aus. Allerdings hatte Hüter Christian Thomas nach 17 Minuten die Führung der Gastgeber mit einer starken Parade verhindert und trotz einiger Torchancen wirkte das Spiel der Gäste doch eher behäbig und ohne großes Engagement.  Zwischen der 40. und 52. Spielminute trafen Marcel Fritz und Julius Spork sowie Dennis Pfeifer zweifach. Maxi Eckhardt platzierte dann sieben Minuten vor dem Ende einen Flachschuss zum 8:0.

Mit demselben Ergebnis wurde dann auch das Pokal-Halbfinale beim VfL Klafeld-Geisweid gemeistert.  Vor der Halbzeit schnürten Nico Hermann und Julius Spork jeweils einen Doppelpack und drückten die starke Leistung auch zahlenmäßig aus. Kevin Judt, Nico Hermann mit zwei weiteren Treffern und Maxi Eckhardt schraubten das Ergebnis auf 8:0 hoch und ließen die Vorfreude auf das Pokalfinale gegen den großen Nachbarn Sportfreunde Siegen noch mehr steigen.

Dieses Pokalfinale war allerdings eine klare Angelegenheit für die Sportfreunde. 250 Zuschauer am Siegener Lindenberg sahen eine deulich überlegen Siegener Elf, die dem TSV keine Chance ließ. Manfredas Ruzgis vor der Pause sowie Leon Hoberg und Luigi Valido nach dem Wechsel schossen den auch in der Hölhe verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg heraus. Die Spieler des TSV Weißtal waren extrem bemüht, hielten kämpferisch stark dagegen, doch an diesem Abend war gegen den Landesligisten einfach nichts auszurichten.

Die Konzentration galt nun wieder ganz allein der Punktspielrunde, wo sich der TSV aufgrund von Spielausfällen des SC Neheim sogar zwischenzeitlich auf Platz 1 vorgearbeitet hatte und nun das Spitzenspiel gegen die Sportfreunde Edertal anstand. Im ersten Spielabschnitt war es tatsächliche eine Spitzenbegegnung, Kevin Judt erzielte das 1:0 und 2:1, dazwischen lag der Ausgleich von Nico Schlaf. Nach dem Wechsel konnten sich die Wittgensteiner ein Übergewicht erspielen und kamen verdient durch zwei weitere Schlaf-Tore zur 3:2-Führung.  Sechs Minuten vor dem Ende landete zwar ein Schuss von Julius Spork nur am Lattenkreuz, doch aufgrund der starken zweiten Hälfte hatten sich die Edertaler den „Dreier“ verdient. Nils Bergen machte eine Minute vor dem Ende „den Deckel drauf“.

Am drittletzten Spieltag ging`s zum SSV Hagen, der in der ersten Halbzeit, auch aufgrund des Rückenwindes, ein klares Übergewicht hatte und zur Halbzeit knapp mit 1:0 in Führung lag. Im zweiten Abschnitt zeigte das TSV-Team eine deutlich bessere Leistung und hätte mindestens den Ausgleich verdient gehabt, die Chancenverwertung war allerdings katastrophal, sodass die Gastgeber zehn Minuten vor dem Ende sogar auf 2:0 erhöhten. Hier war sicherlich deutlich mehr drin für die Siegerländer, die an ihrer eigenen Abschlussschwäche scheiterten und mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten.

Zum letzten Heimspiel gastierte RW Lüdenscheid auf dem Henneberg. Die bekannte TV-Sendung Pleiten, Pech und Pannen hätte an diesem Samstag eine Menge Filmmaterial erhaschen können. Am Ende stand eine deprimierende 1:2-Niederlage. Denn eigentlich hatte die C1 des TSV vieles richtig gemacht, erspielte sich eine Fülle an Torchancen, hatte Pech mit zwei Aluminium-Treffern, bekam einen glasklaren Elfmeter nicht zugesprochen, dafür eine absolut reguläres Tor abgesprochen. Kevin Judt hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, den glücklichen Sieg der Lüdenscheider verhinderte dies allerdings nicht.

SC Neheim hieß der letzte Gegner des Jahres 2011 – ungeschlagener Tabellenführer. Nichts zu verlieren also für die Weißtaler. Und so ging man auch in die Partie. Und machte ein wirklich starkes Spiel. Aus einer geordneten Defensive heraus wurden immer wieder Nadelstiche gesetzt – doch wie so oft in den Wochen zuvor, war auch diesmal der Fußballgott nicht wirklich ein Siegerländer. Die Gastgeber erzielten mit einem sensationellen Freistoßtor frühzeitig das 1:0, alle Bemühungen des TSV blieben hingegen unbelohnt, sodass am Ende eine weitere Niederlage stand.

Auch wenn die letzten Wochen des Jahres 2011 keine zählbare Ausbeute mehr erbrachten – die Hinrunde inklusive des erreichten Pokalfinales auf Kreisebene  war eine Gute. Platz 6 in der Bezirksliga bedeutet einen ordentlichen Mittelfeldplatz und somit auch eine gute Ausgangsposition für die Restrunde. Die neuesten Hochrechnungen aus dem Hause Kruppa deuten darauf hin, dass noch zwölf Punkte nötig sind, um den Klassenerhalt einzutüten. Dass die Mannschaft auch imstande ist, noch mehr Punkte draufzupacken, hat sie in vielen Spielen bewiesen. Wichtig wird sein, dass die C1 des TSV Weißtal gut aus den „Rückrunden-Puschen“ kommt, neues Selbstvertrauen tankt und an die erfolgreichen ersten Spiele anknüpft, um an den „Europacup-Plätzen“ dran zu bleiben. Viel wichtiger als jeder Tabellenrang ist aber auch, dass sich die Mannschaft als Team weiterentwickelt hat, die taktischen Vorgaben umsetzt und auch die Spieler selber einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung genommen haben, sich im Laufe der Hinrunde immer weiter verbessert haben.

In diesem Sinne,

auf eine hoffentlich weiterhin erfolgreiche Restrunde.

Stefan Stark

C1-TSV Weißtal

Trainer:

Stefan Stark

Mannschafts-

verantwortlicher:

Frank Kruppa

Trainingszeit:

montags: 19.00-20.30 Uhr

Gernsdorf

dienstags: 17.45-19.15 Uhr

Dielfen

donnerstags: 17.45-19.15 Uhr

Gernsdorf

Heimspielort:

Henneberg-Arena Gernsdorf

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